Das neue Jahresprogramm der Kantorei Templin ist eingearbeitet worden.
Sie können es unter den jeweiligen Monaten des Jahres aufrufen. Kurzristige Konzertankündigungen erscheinen wie gewohnt auf der Startseite.
Artikel aus Templiner Zeitung, Nordkurier
erschienen 7.1.2012
Burnout mit Musik vorbeugen
Über jährlich rund 4000 Besucher bei ihren Konzertveranstaltungen kann sich die Templiner Kantorei freuen. Auch für 2012 stehen Konzerte mit Seltenheitswert im Programm.
Für ein paar Wochen wird Kantor Dr. Klaus-Jürgen Gundlach zu den Proben nicht vor seinem Chor der Kantorei stehen können. Er hat zwar Ersatz gefunden. Aber einen dicken Packen Partituren gehen Anfang Januar mit ihm auf Reisen. „Die wollen alle auswendig gelernt sein“, sagt er. Denn auch 2012 hat die Kantorei ein anspruchsvolles Jahresprogramm zusammengestellt, das er dirigieren möchte und von dem er hofft, dass für jeden etwas dabei ist.
Die Templiner werden am 5.Mai den Uckermärkischen Orgelfrühling mit der Bachkantate „Wir danken dir“ beginnen. Am 13. Juni wollen sie anlässlich des 300. Todesjahres des Komponisten Friedrich Zachow als Wiedererstaufführung dessen Kantate „Siehe, das ist Gottes Lamm“, begleitet vom Preußischen Kammerorchester, singen. Darüber hinaus bereiten sie eigene Chorkonzertefür den 3. Juniin Templin sowie ein Konzert in Berkholz im Rahmen der Uckermärkischen Musikwochen vor.
Die 45 Sänger proben an der „Messe c-Moll“ von Wolfgang Amadeus Mozart und wollen zusammen mit der Kantorei der Auenkirche Berlin Johann Sebastians Bachs „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ interpretieren, in Templin (22. September), und in der Auenkirche in Berlin. Und natürlich wird die Kantorei die Adventszeit nicht vergehen lassen ohne Weihnachtsoratorium.
Der deutliche Anstieg der Besucherzahlen zum Ende des vergangenen Jahres, mit jeweils rund 350 Besuchern bei den Oratorien, haben den Kantor und sein Ensemble darin bestärkt, nicht nachzulassen in dem Engagement, von dem nicht nur die Kirchengemeinde, sondern auch das Thermalsoleheilbad und dessen Gäste profitieren. Schließlich ging die Tendenz bei den Konzertbesucherzahlen im Nordosten Deutschlands angesichts des demografischen Wandels eher in die andere Richtung. Doch mit qualitativ hochwertigen Veranstaltungen scheinen sich immer noch Konzertsäle auch in Kleinstädten füllen zu lassen. Das sei man auch den Partnern und Sponsoren schuldig, die seit Jahren die Kantorei begleiten und aufwendige Gemeinschaftsproduktionen erst möglich machen, wie der Förderkreis der Kantorei, der Landkreis, die Stadt, der Kirchenkreis, die Sparkasse Uckermark, das Preußische Kammerorchester, die Veranstalter der Uckermärkischen Musikwochen. Zu den Höhepunkten, die die Kantorei für 2012 vorbereitet hat, werden drei Kammerkonzerte in der St. Georgenkappelle mit Seltenheitswert gehören: das Konzert für zwei Cembali mit Armin Thalheim und Sigrid Schmalz (26.2.), die Rosenkranzsonaten von Ignaz Franz von Biber (25.3.) und zu Texten von Eduard Möricke sowie Musik von Wolfgang Amadeus über dessen Reise nach Prag(15.4.).
Erwartet werde auch der Heldentenor Björn Casapietra (20. Mai), der aus seinem neuen Album „Celtic Prayer“ Lieder ewiger Liebe versprochen hat und bei seinen Auftritten stets die Säle füllt.
Und noch einen musikalischen Leckerbissen wird die Kantorei den Uckermärkern servieren: besagte Messe c-Moll, von Mozart nie vollendet, aber nach dessen Skizzen von dem Amerikaner Robert Levin komplettiert, die so vervollständigt selten zu hören ist.
Mit einer anderen Seite der Musik – als rhythmische Meditation – wird sich am 5. September Prof. Dr. Gerd Schnack, in einem Seminar zur Burnout-Prävention beschäftigen. Dazu erklingt dann die Schuke-Orgel von St. Maria Magdalena.