• Mittwoch 30. Juni, 19.30 Uhr
    Maria-Magdalenen-Kirche

Thüringer Sängerknaben

Leitung: Dietrich Modersohn

  • Sonntag 11. Juli, 19.00 Uhr
    Maria-Magdalenen-Kirche

Tre Fontane

Werke von G. Dufay, G. Frescobaldi, H. Purcell u. a.

Renate Kelletat (Berlin) – Blockflöten
Erdmute Kather (Hamburg) – Gesang, Flöten, Cembalo
Donatha Dörfel (Genf) – Gesang, Flöten

Am Sonntag, 11. Juli 2010, um 19 Uhr, wird das Ensemble Musica Tre Fontane, Renate Kelletat (Blockflöten und Gesang), Berlin, Erdmute Kather (Blockflöten, Gesang und Cembalo), Hamburg, und Donata Dörfel (Blockflöten und Gesang), Genf, Evangelischen Kirche Maria-Magdalenen in Templin ein Geistliches Konzert veranstalten.

Fußballfreunde seien darauf verwiesen, dass das Konzert gegen 20:15 so rechtzeitig enden wird, dass der Anpfiff für das Endspiel der Weltmeisterschaft zu erreichen ist.

Der Titel „LUX VITA EST“ (Das Licht ist das Leben) weist auf uralte christliche Traditionen hin:  Christus als „Licht der Welt“ — und gerade in diesen hellsten Wochen des Jahres, in denen spürbar das Licht des Tages das Dunkel der Nacht „besiegt“ hat, werden wir so auf das verwiesen, was unserem Leben Ziel und Sinn gibt: Musik und Texte dieses Programms können helfen, den inneren Raum zu bereiten und empfänglich zu werden für die schöpferische Dimension des Lichtes: Licht – Bedingung und Vollendung aller Lebendigkeit, Sinnbild des Schöpfers, Glanz dieser Welt und der Welt, die kommt. Und es ist kein Zufall, dass der Titel des Programms zwar auf christliche Tradition verweist, aber dennoch im Zentrum des Programms geradezu programmatisch der Hymnus „Du bist das Licht“ von `Attar, einem östlichen Mystikers steht, der von Renate Kelletat vertont wurde: die Universalität des Themas wird dadurch unterstrichen.

In der mystischen Schau offenbart sich Gott dem geistigen Auge als lichter Horizont oder gleißender Strahl. Mystiker in christlicher Tradition (wie Hildegard von Bingen) oder des Islam (so `Attar) künden von diesem Licht in einer Fülle von Bildern: von Geistesfeuer, Tag, Sonne, Mond, Stern, Schein, Kerze und Glanz ist die Rede. Zwischen den beiden Strophen dieses Hymnus, die im sich verstärkenden Wechselspiel von Singstimme und Soloflöte das Licht besingen, steht als faszinierender musikalischer Kontrast Schatten, eine Komposition für Soloflöte.

Hildegard von Bingen sieht in ihrem Hymnus Licht als Geschenk des tröstenden Geistes. Die gregorianischen Gesänge feiern das Himmelslicht. Und in der (hier instrumental ausgeführten) Komposition von Guillaume Dufay (15.Jh.) wird das Licht der Trinität gepriesen: Lux Beata Trinitas.

Über die virtuos-strahlenden Klänge einer frühbarocken Canzone des 17.Jh. (Frescobaldi) und die opulente barocke Farbigkeit eine Triosonate und einer Suite von Henry Purcell, dessen 450. Geburtstag wir im vergangenen Jahr feierten, führt das Programm zu der tiefgründigen Choralbearbeitung über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ eines der Großmeister protestantischer Kirchenmusik, Dietrich Buxtehude.

Die drei Musikerinnen von Musica Tre Fontane, jede sowohl Blockflötistin als auch Sängerin, arbeiten seit mehr als 20 Jahren zusammen: Renate Kelletat, die aus ihrer Lehrtätigkeit u.a. am Hamburger Konservatorium und aus ihren Forschungsergebnissen zur Musikalischen Rhetorik, zur Ornamentik und zur Aufführungspraxis vieles in die Ensemblearbeit einbringt, Donata Dörfel, deren Beschäftigung mit den theologischen Hintergründen der geistlichen Musik den Programmen zu ihrer inhaltlichen Geschlossenheit und ihrer Aussagekraft verhilft, und Erdmute Kather, die zusätzlich als Pianistin und Cembalistin tätig ist und im Ensemble auch das Cembalo spielt. Sie sind in aller Welt aufgetreten, so in vielen Ländern Europas, in Israel/Palästina, in Japan, in China und in den USA.

Das Instrumentarium umfasst außer Blockflöten aus den besten Werkstätten unserer Zeit (Apel, Bergstrøm, Blezinger, Breukink, Diesen, Ehlert, Hanson, Klemisch, Rohmer) auch ein Cembalo, einen historischen Nachbau eines italienischen Instruments aus dem 17. Jh. aus der Werkstatt des Hamburger Cembalobauers Martin Kather.

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Die Kantorei Templin ist umgezogen. Mit dem neuen Jahresprogramm präsentieren wir uns dieses Jahr auf einem neuen, stabilen Server der auch einige neue Funktionen bieten wird.

Wir danken für Ihre Geduld und freuen uns, Sie bald zu unserem nächsten Konzert begrüßen zu können!

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